Rosenfest Weggis | History «De Nünisteiplatz»
Das traditions Sommerfest an der weggiser Seepromenade - grosses Feuerwerk, diverse Bars, die Wahl der Rosenkönigin und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm
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History «De Nünisteiplatz»

History «De Nünisteiplatz»

Die  Wilden  laden  zum  letzten  Tanz

Die  Tränen  der  Rosenkönigin,  der  Duft  von  Crépes,  der  breite  Feuerwerks-Applaus  –  das  alles  sind  Rosenfestmomente,  die  sich  ins  Bewusstsein  des  treuen  Besuchers  eingebrannt  haben.  Eines  dieser  «Wahrzeichen»  wird  heuer  ein  letztes  Mal  zu  erleben  sein. 

 

Eine  Legende  tritt  ab…    

Neben  dem  Epizentrum  Pavillon,  welcher  wie  ein  Fels  in  der  Brandung  von  all  den  kleinen  Ständen  und  Bars  umgeben  ist,  wirkt  das  grosse  Festzelt  auf  dem  «Nünisteiplatz»  schon  fast  abgeschoben  und  in  die  Ecke  gedrängt.  Ein  Schelm  der  denkt,  dort  steht  lediglich  ein  Tempel  für  Trunkenbolde  –  dort  steht  seit  über  dreissig  Jahren  nicht  weniger  als  ein  Teil  Weggiser Dorfgeschichte.  

 

 

Aller  Anfang  ist  schwer…    

1994  entschlossen  sich  die  jungen  Weggiser  des  Baume  Club  (Initianten  der  Baume-Bar,  Hotel  Alexander)  ein  Festzelt  auf  dem  «Nünisteiplatz»  zu  stellen.  Als  einzige  Bar  auf  Platz  konnte  ein  stolzer  Gewinn  eingefahren  werden  –  doch laut  und  feuchtfröhlich  –  der  Ärger  war  vorprogrammiert.  Die  Diskussionen  um  Lärm  und  Öffnungszeiten  sollten  ein  ewiger  Begleiter  der  Barbetreiber  werden  und  sorgen  auch  heute  noch  für  Gesprächsstoff.  Nebst  dem  Streit  mit  der  Nachbarschaft  war  es  der  Hasliföhn,  der  die Wirte  oft  ins  Schwitzen  brachte:  Erbarmungslos  und  unangekündigt  fegt  dieser  sagenumwobene  Wind  so  einiges  an  Selbstgebasteltes  davon.

 

Der  Freitagabend  wird  geboren…    

Der  Rosenfestfreitag  ist  ebenfalls  eng  mit  dieser  Bar  verknüpft.  Bis  1994  wurde  nämlich  ausschliesslich  am  Samstagabend  gefeiert. Es  war  der  Baume  Club,  der  ausversehen  das  falsche  Datum,  das  des  Freitags,  auf  seine  Werbekleber  schrieb  und  statt  einer  Neuauflage  zu drucken,  dank  guten  Beziehungen  zum  damaligen  Gemeindeamman  Armin  Fischer,  kurzerhand  eine  Bewilligung  organisieren  konnte.  Aus  einem  ersten  legendären  Freitagabend  wurde schliesslich  der  «Einheimischen-Abend».  Dieser wurde später  ins  Programm  aufgenommen  und  vom  Rosenfestkomitee  zum  offiziellen  Festabend  ausgebaut.

 

Ohne  Motto  geht  nichts…

Der  Baume  Club  gab  1999  die  Bar  an  den  Osterhasen  Club  weiter  und  dieser  wiederum  2009  an  den  Wattawis  Club.  Alle  haben  Sie  viel  Aufwand  in  die  jährlich  neu  erstellten  Dekorationen  gesteckt:  «Cool  Runnings»,  «Hot  Tuna»,  «Wimbledon»,  «Schwingfest»  oder  «San  Wattawis»  sind  nur  einige  der  zahlreichen  Mottos,  zu  welchen  grossartige  Bauten  erstellt  und  abwechslungsreiche  Unterhaltung  geboten  wurden.  Immer  mit  viel  Witz  und  Liebe  zum  Detail  wussten  die  jungen  Weggiser,  das  festwütige  Publikum  für  sich  zu  gewinnen  und  zahlreiche  Geschichten  zu  schreiben,  welche  wohl  zum  Glück  für  viele  für  immer  verborgen  bleiben.    

 

Das  Ende  naht…

Ob  sich  für  die  Zukunft  wieder  eine  Männer-/  oder  eine  Frauentruppe  findet,  welche  diese  Tradition  weiterführen  kann,  steht  in  den  Sternen.  Im  schlechteren  Fall  bleibt  uns  die  Nostalgie.  Der  Wattawis  Club  um  das  Weggiser  Dorforiginal  Martin  «Turi»  Mundprecht  gibt  nun  seine  letzte  Vorstellung.  Vorfreude  auf  ein  gemütliches  Rosenfest  2019,  doch  auch  Wehmut  mischen  sich  bei  dem  Gedanken  an  die  Schlussvorstellung.  Aber  eins  ist  sicher,  so  der  Turi:  “Mier  gänd  no  einisch ghörig eine durä“.